Ihr naht euch wieder

新赛季开始之前来自11 Freunde的一篇长文,言辞华丽,内容空洞,所以,翻还是不翻,从两个方面都有各自的理由,于是拖了很久(没有动力)...现在赛季过半,回顾一下或许会有点意义。欢迎评论捉虫(在眼没有看花的前提下🌚)


原文地址:11freunde.de

作者:Arne Steding [schwatzgelb.de编辑之一]


Wie sich Dortmund auf eine neue Ära vorbereitet

How Dortmund prepares for the new era

WIRD ER FEHLEN?

WILL HE BE MISSED?


Nach sieben Jahren hat Borussia Dortmund mit 
Thomas Tuchel einen neuen Trainer. Wie 
sollte der Klub aus Sicht seiner Fans die Lücke füllen, 
die sein Vorgänger hinterlassen hat?

After seven years Borussia Dortmund has Thomas Tuchel as its new coach. From the perspective of its fans, how should the club fill the gaps which have been left behind by its predecessor? 


Da saß er nun also bei seiner Vorstellung: der Neue. Ein ungewohntes Bild im Presseraum des Dortmunder Westfalenstadions. Nur wenige Tage zuvor hatte sein Vorgänger noch an derselben Stelle gesessen, was im direkten Vergleich vor 
allem die Unterschiede zwischen Thomas Tuchel und Jürgen Klopp herausstrich. Brav gekleidet, fast schon ein bisschen bieder, erschien Tuchel zu seinem ersten öffentlichen Auftritt beim BVB. 
So, als wolle er sich direkt mal abgrenzen vom stets betont leger daherkommenden Dortmunder Ex-Über-Trainer. Klopp 
ist schon vom Körperbau her dominant, hält seine Monologe aus dem Stegreif und strahlt, wenn seine Mannschaft nicht gerade auf Platz 18 steht, Kraft und Lockerheit aus. Tuchel wirkte bei seiner Vorstellung so hager und papieren, 
wie man das in Dortmund letztmalig bei Tomas Rosicky gesehen hatte. »Iss mal was!«, wollte man ihm zurufen. Als er über seine Vorstellungen für die Arbeit bei Borussia Dortmund sprach, schaute er immer wieder auf sein vor ihm liegendes Skript. Den Klopp’schen Bauch- 
und Gefühlswelten folgt, so schien der Auftritt zu sagen, nun eine etwas rationalere Herangehensweise.

Here sat he at his introduction: the new one. An unusual picture in the press room of Dortmund’s Westfalen stadium. Until only a few days ago had his predecessor been sitting at the same seat - in direct comparison the very differences between Thomas Tuchel and Jürgen Klopp were emphasised. Plainly dressed, almost a bit conservative, so appeared Tuchel at his first public presence at BVB. It seemed he wanted to disassociate directly from the always distinctly casually dressed ex-Über-coach of Dortmund. Klopp is dominant with the physique, holds his monologue ad lib and radiates - when his team does not stay on the 18th place - power and ease. At his debut Tuchel looked so lanky and wooden - last time you saw this in Dortmund was with Tomas Rosicky. “Eat something, for once!”, you would shout this out to him. As he spoke of his vision for the work at Borussia Dortmund, he looked at the notes laid before him from time to time. This appearance seemed to say that now a somehow rational approach succeeded the Klopp-ish stomach-and-instinct world.


Tuchel will keine krampfhafte Klopp-Kopie sein

Tuchel will be no half-baked copy of Klopp


Gut so: Nichts wäre ein schlimmeres Signal gewesen, als krampfhaft den erfolgreichen Vorgänger kopieren zu wollen. Um in Dortmund Erfolg zu haben, muss Thomas Tuchel seinen eigenen 
Weg finden und eigene Vorstellungen durchsetzen. Denn nur ein starker 
Trainer wird in der Lage sein, sportlich das Loch zu füllen, das der Abgang je--
nes Mannes hinterlassen hat, der den BVB wie kein Zweiter in den letzten 
Jahrzehnten zu verkörpern wusste. 
So sehr, dass ihn Spötter als Guru einer schwarzgelben Sekte bezeichneten.

OK then: Nothing could have been a worse signal than willing to frantically copy the successful predecessor. Thomas Tuchel has to find his own way and establish his own visions, because a strong coach will be capable of sensing the gap left behind by the departure of that man, who knew how to incarnate BVB in the last decade like no other - so much so that mockers labelled him as the Guru of a black-yellow cult. 

 

Mein erstes persönliches Erlebnis mit Jürgen Klopp fand 2008 statt, kurz 
vor Ende seiner ersten Hinrunde beim BVB. Das Dortmunder Fanprojekt hatte den damals noch relativ neuen Trainer 
zu einem kleinen Kennenlernabend eingeladen. Gut zwei Dutzend Fans waren 
gekommen, nur Klopp fehlte. Es vergingen zehn Minuten, zwanzig Minuten, ohne dass er kam. Ein kurzer Anruf, 
er hatte den Termin vergessen. Jürgen Klopp war stattdessen gerade mit Ehefrau Ulla unterwegs zum Dortmunder Weihnachtsmarkt. Doch statt sich lapidar zu entschuldigen, drehte der Trainer um und stand keine halbe Stunde später mitsamt seiner Frau im kleinen Fanladen in der Dortmunder Dudenstraße. Während er über seine ersten Monate bei der Borussia, die Mannschaft, Spielertransfers und Zielsetzungen sprach, brachten ein paar der Jungs der sichtlich amüsierten Ulla Klopp das westfälische Würfelspiel »Schocken« bei. Irgendwann kurz vor Mitternacht löste sich die Abendgesellschaft auf, und bei den anwesenden Borussen-Fans hatte die ungewohnte Begegnung mit dem Trainer-Ehepaar erkennbar Wirkung hinterlassen. So viel Unkompliziertheit und Volksnähe waren wir von früheren Trainern nicht gewohnt.

My first personal experience with Jürgen Klopp was in 2008, shortly before the end of his first half of the season at BVB. The Fan Project of Dortmund invited the coach, who was still relatively new at that time, to a small evening event to get to know each other. As many as two dozen fans came, but Klopp was missing. Ten, twenty minutes passed, and he did not turn up. A short phone call was made and it turned out that he forgot this appointment. Instead Jürgen Klopp was on the way to the Christmas Market in Dortmund with his wife Ulla. However, instead of briefly apologising, the coach turned around and no more than a half hour later stood he in the small fan shop in Duden Street of Dortmund with his wife. While he talked about his first month at Borussia, the team, transfers and target setting, a couple of kids taught Ulla Klopp, who was apparently amused, the Westphalia dice game “Schocken”. The evening party was dissipated shortly before the midnight, and the unusual encounter with the coach and his wife left a noticeable impression to the attending fans. We were not used to so much straightforwardness and down-to-earth-ness with previous coaches.


Klopp als volksnaher Entertainer 

Klopp as the close-to-folks entertainer


Es sollte für die folgenden Jahre beileibe nicht das letzte Mal sein, dass Jürgen Klopp mit seiner offenen und gleichsam wertschätzenden Art Eindruck machte. Sie ermöglicht es ihm, 
mit Kalle und Jupp an der Trinkhalle genauso ins Gespräch zu kommen, wie 
mit den Spitzen der deutschen Wirtschaft. Wahrscheinlich könnte Klopp sogar die Eröffnungsrede eines Kernphysikkongresses halten und das Auditorium bestens unterhalten. Unvergessen jenes aus dem Ärmel geschüttelte, brillant gespielte »Krisen«-Interview, das Klopp nach einem 4:0-Sieg in Hannover mit Arnd Zeigler in der Mixed Zone improvisierte. Als drei Borussen-Fans per Crowdfunding einen Film über die Gründung von Borussia Dortmund finanzieren wollten, fragten sie Klopp nach einer Devotionalie zum Versteigern. Doch 
statt einer »Pöhler«-Kappe bekamen die Jungs gleich den kompletten Trainer 
zur Ver-fügung gestellt, für einen Tag 
zur meistbietenden Versteigerung. 

It should by no means be the last time in the following years that Jürgen Klopp made impressions with his open and appreciative style, so to speak. This enabled him to get into conversations with Kalle [Riedle] and Jupp [Heynckes] at the refreshment kiosk, just like with the top leaders of German economy. Presumably Klopp could even hold an opening speech of a nuclear physics conference and entertained the audience splendidly. Unforgettable are those quick-witted, brilliantly played “crisis” interview, which Klopp improvised with Arnd Zeigler in the mixed zone after a 4:0 victory in Hanover. When three Borussia fans wanted to finance a film about the founding of Borussia Dortmund by crowdfunding, they asked Klopp for an auction of a devotional object. However instead of a “Pöhler” cap, the lads got the complete coach at their disposal - a whole day for the highest bidder. 

 

Begebenheiten wie diese sind der Grund dafür, dass viele Borussen sich noch immer schwer tun mit dem Gedanken, dass dieser Trainer zukünftig nicht mehr auf der Bank sitzt. Jürgen Klopp 
hat die Dortmunder Herzen nicht nur 2008 im Sturm erobert. Er hat seinen Platz dort nahezu zementiert. Dazu trug auch bei, dass mit Klopp auf dem Dortmunder Trainingsgelände zwischenzeitlich eine gewisse Volksnähe einkehrte. Wo die Spieler vorher oftmals acht--
los an den Kiebitzen vorbeigegangen waren, schritten nun nach Trainingsende sämtliche Profis die auf der Längsseite des Platzes gelegene Zuschauertribüne ab, um geduldig möglichst viele Autogrammwünsche zu befriedigen. Heute ist dies, nachdem der Andrang beim zweifachen Meister und Champions-League-Finalisten ungeahnte Ausmaße angenommen hat, leider wieder passé. Doch es zeigt, wie sehr der Trainer auch neben dem Platz Akzente gesetzt hat.

Things like this are reasons why many Borussia fans are still struggling with the thought that this coach won’t sit at the dugout in the future any more. Jürgen Klopp not only took the heart of Dortmund by storm in 2008 - he has his place virtually cemented here. It also contributed that meanwhile with Klopp as the coach there was a certain down-to-earth-ness on the training ground of Dortmund. After they finished the training, the players used to carelessly pass by the onlookers, now they walked together to the fans, to patiently satisfy as many wishes for autographs as possible. Today this is, after the crowd for the Double winner and Champions League finalist took on an unforeseen scale, unfortunately no longer there. But it shows how much the coach put emphasis on things off the pitch as well. 


Der beste Verkäufer seines Klubs

The best salesman of his club


Jürgen Klopp hat den BVB dargestellt, interpretiert und geprägt wie vor ihm kein anderer Trainer. Er war in den vergangenen Jahren der Inbegriff von Borussia Dortmund. Die ihm eigene Emotionalität und die Spielidee vom Rennen und Attackieren wurden immer mehr mit dem verwoben, was die zunehmend aufgeblähte Marketingabteilung in der Dortmunder Geschäftsstelle zum Markenkern der Borussia auserkoren hatte. Die auf Biegen und Brechen beschworene »Echte Liebe« wurde durch das Auftreten Klopps mit Leben erfüllt. Ihm konnte und wollte man es sogar abnehmen, wenn er pathetisch bekannte: »Wir sind alle ein bisschen verknallt in diesen Verein.« 

Jürgen Klopp demonstrated, interpreted, and formed BVB like no other coaches before him. He was the epitome of Borussia Dortmund in the past years. His own emotionality and philosophy of football out of running and attacking was more and more interwoven with what the increasingly expanding marketing department in the Dortmund offices had chosen as the brand essence of Borussia. The “Echte Liebe”, sworn by hook or by crook, was fulfilled to life by the appearance of Klopp. You could and you wanted to believe him indeed, when he solemnly confessed:“We are all a bit of in love with this club.”

 

Kurzum: Jürgen Klopp war neben seiner eigentlichen Aufgabe als Fußballtrainer stets auch der beste Verkäufer seines Klubs, der angeblich sogar zweifelnde Sponsoren persönlich anrief, um sie zu einer Vertragsverlängerung zu bewegen – natürlich erfolgreich. Das alles fehlt 
dem BVB fortan. Und nun? 

In short: Jürgen Klopp was, besides his actual job as football coach, always the best salesman for his club as well, who allegedly picked up the phone to ring the doubtful sponsors to talk them into an extended contract - of course with success. BVB will miss all this from now on. Well then?


Die Menschen waren müde vom Klopp-Vokabular

People were tired of Klopp-vocabulary


Wenn sich Dinge in der Rückschau auch oft verklären: Die Liaison zwischen Klopp und dem Borussen-Anhang hatte zuletzt gewisse Abnutzungserscheinungen offenbart. Das wiederkehrende Vokabular von »brutaler Qualität«, »richtig gut kicken« könnenden Gegnern und dem eigenen Vorhaben, »alles rauszuhauen« hatte mit der Zeit an Wirkung verloren. Der Mannschaft wird es vermutlich nicht anders gegangen sein. Und natürlich ist Borussia Dortmund im Jahr 2015 auch längst nicht mehr mit dem 
Verein vor fünf Jahren vergleichbar, als ein mit Talenten gespicktes Team von Underdogs, eine aufregend junge Rasselbande, sich anschickte, mit Hurra-Fußball die Etablierten zu ärgern. Längst sind wir selbst (wieder) etabliert. Mit jedem millionenschweren Stareinkauf ist die einstige Unschuld ein kleines bisschen gewichen, und nicht wenig hat auch die Vereinsführung selbst dazu beigetragen, indem ein bisschen zu häufig und penetrant die ach so großen Sympathiewerte monstranzartig vor dem BVB-Wappen hergetragen wurden. Wir haben unser Blatt ein bisschen überreizt.

While things are often romanticised in memories: the liaison between Klopp and the Borussia supporters had finally revealed a certain fading appearance. The recurring vocabulary, such as “brutal quality”, “kick really well”, “cut out everything”, had lost the effects with time. It probably won’t make much difference for the team. Of course Borussia Dortmund in 2015 is no longer comparable to the club five years ago, when an underdog team full of talents, a bunch of thrilling young rascals, made themselves ready to provoke the established with their Woohoo-football. Slowly we ourselves are the established (again). With every multi-million-worth star purchase, the erstwhile innocence was given away a tiny bit, and the leadership of the club has also contributed to that not so insignificantly, that a little too frequently and obtrusively the great brand popularity was alas carried like a monstrance in front of the BVB crest. We have overplayed our cards a bit. 


Tuchel scheint bereit zu sein, aber nicht als neuer Guru

Tuchel seems to be ready, but not as a new guru


Trotzdem bleibt aus der Ära Klopp eben weit mehr als die Erinnerung an sportlichen Erfolg. So schlecht Jürgen Klopp verlieren und so unangenehm er für Schiedsrichter oder Journalisten werden konnte, auf und neben dem Platz stand er trotzdem für die Vermittlung gewisser Werte. Das zeigt allein ein Blick auf die Fair-Play-Tabelle. In allen sieben Jahren Klopps beim BVB rangierte seine Mannschaft dort auf den ersten drei Plätzen. Zuvor war das in den achtzehn Jahren nur dreimal gelungen. Platzverweise und Schwalben kamen so gut wie nie vor, die Mannschaft versuchte die Situationen in der Regel fair zu lösen. Über seine Spieler und Mitarbeiter verlor der Trainer zudem zu keiner Zeit ein 
böses Wort. Stattdessen nutzte er geschickt die Fokussierung auf seine Person, um seinem kickenden Personal 
den Rücken öffentlich freizuhalten.

Nonetheless in the Klopp era there is more than just memories of success in football. Jürgen Klopp could lose the day so badly and be so unpleasant for the referees or journalists - despite of this, he conveyed certain values, on and off the pitch. It can be shown by merely a look at the fair-play-tables. In each of his seven years at BVB, his team was among the top three. Previously it was there for only three times in eighteen years. Sent-offs and divings were as good as never before. The team usually sought fair solutions. The coach never wasted any vicious words on his players and colleagues. Instead he skilfully used the media focus on himself to take the load off his players.

 

Auch seinem Nachfolger Thomas Tuchel versuchte er den Rücken freizuhalten. Bei seinem Abschiedsspiel im Westfalenstadion hat Jürgen Klopp uns Fans via Videoleinwand noch eine letzte Botschaft mit auf den Weg gegeben, die ebenso einleuchtend wie unerfüllbar scheint: Wir sollen nicht vergleichen.
So ganz wird das kaum möglich sein, und doch ist es der richtige Weg. Thomas Tuchel hat in Mainz bereits unter Beweis gestellt, ein hervorragender Trainer und Fußballfachmann zu sein. Nach sieben Jahren mit fest eingeschliffenen Abläufen zwischen altem Trainerteam und Mannschaft sind ein paar neue Reize sicherlich nicht das Schlechteste. Auch spieltaktisch tun im Rückblick auf die letzte Saison andere Akzente und eine Weiterentwicklung der bestehenden Spielweise durchaus not.

He even tried to take the load off his successor Thomas Tuchel. At his farewell match in Westfalen stadium Jürgen Klopp gave us fans a final message via the video screen, which seemed as plausible as unfulfillable: we should not compare. It will be rarely possible yet it is the right way. Thomas Tuchel has already in Mainz proved to be an outstanding coach and football expert. After seven years of fixed operations between the old coach team and the players, a couple of new stimuli are surely not a bad thing. Tactically, in retrospect of the last season, different emphasises and a further development of the existing way of playing is quite necessary as well. 


War Klopp nur ein Katalysator zur Identitätsfindung?

Was Klopp merely a catalyst for identity discovery?

 

Doch es bleibt die Frage, wie der BVB die atmosphärische und identitätsstiftende Lücke zu füllen vermag, die Klopps Abgang hinterlassen hat. Dies von Thomas Tuchel zu erwarten, wäre völlig falsch, denn der neue Coach 
ist trotz aller Gemeinsamkeiten ein 
ganz anderer Charakter als sein Vorgänger. Der Trainerwechsel bietet Borussia Dortmund an dieser Stelle vielmehr 
die Gelegenheit, sich selbst und der 
Fußballwelt zu beweisen, dass die emotional aufgeladenen Begrifflichkeiten und die dahinterstehende Haltung eben nicht nur von Jürgen Klopp an den Verein ausgeliehen gewesen waren, 
sondern inzwischen fest zur DNA des Klubs gehören. Und dass die Identität des BVB auch ganz unabhängig vom jeweiligen Übungsleiter aus emotionalem Angriffsfußball und gelebten Werten auf und neben dem Platz bestehen kann. 

Yet the question stays open, how BVB is able to fill the gap in terms of atmosphere and identity establishing, which is left behind by the departure of Klopp. It might be completely wrong to expect this of Thomas Tuchel, because the new coach has, despite of all the similarities, a completely different personality from his predecessor. Instead, the change of coach offers Borussia Dortmund incidentally an opportunity to prove to itself and the football world that the conceptuality loaded with emotions and the attitude behind it were simply not just lent to the club by Jürgen Klopp, but firmly belong to the DNA of the club, and that the identity of BVB can stay completely independent of a particular coach of emotional attacking football philosophy and various values on and off the pitch. 


Die Mannschaft soll wieder in den Fokus gerückt werden

The team shall be in the focus again


Die absolute Fokussierung auf eine einzelne Person war für eine wichtige Phase richtig. Langfristig aber ist sie nicht gesund. Es bedarf einer gewissen Emanzipierung von Klopp. Dass sie gelingen könnte, dafür spricht vieles. Borussia Dortmund war beim Amtsantritt Klopps ein nach finanziellem Beinahe-Exitus und sportlicher Bedeutungslosigkeit zutiefst verunsicherter und identitätsgestörter Verein, dessen handelnde Personen selbst ihren Weg noch nicht gefunden hatten. Noch 2007 kam man bei der Trainersuche gleichzeitig auf Felix Magath, 
Ottmar Hitzfeld und schließlich Thomas 
Doll – drei Trainer, deren Herangehensweisen und Konzepte kaum unterschiedlicher hätten sein können. Das 
ist heute anders. Der Übergang von 
Klopp zu Tuchel wirkt ungleich durchdachter und planvoller.

The absolute focus on one single person was beneficial during a critical stage. In the long term, however, it is not healthy. It requires a certain emancipation from Klopp. There is much to suggest that this could be done. When Klopp took his office, Borussia Dortmund was a club deeply unsettled with its identity impaired after the near-bankruptcy and insignificance in football, and the managers themselves had not found their way yet. Up until 2007 the coach-searching simultaneously landed on Felix Magath, 
Ottmar Hitzfeld and then Thomas 
Doll - three coaches, whose strategies and concepts could hardly have been more different. Today it is something else. The transition from Klopp to Tuchel seems distinctly more considered and well-planned. 


Wenn alles gut läuft, war Jürgen Klopp für den BVB ein idealer Katalysator auf dem Weg zu dieser Identitätsfindung. Ein Antrieb, den der Verein dringend brauchte, um zu sich selbst zu finden, dessen Wirken aber auch nachhaltig genug ausgelegt war, so dass der Klub nun ohne seine zusätzliche Strahlkraft auskommen kann. Und Thomas Tuchel? Der Neue scheint bereit für seine Aufgabe. Vielleicht nicht als Guru, dem die Massen zu Füßen liegen werden. Aber ein erfolgreicher Trainer tut’s fürs Erste ja auch.

If everything goes well, Jürgen Klopp was an ideal catalyst for BVB on the way to its identity discovery - an engine which the club needed urgently to find itself, yet had its actions designed to be sustainable enough, so that now the club can manage without the additional charisma from him. And Thomas Tuchel? The new one seems ready for his job. Perhaps not as a guru with the crowd lying at his feet, but as a successful coach - then that will do, for now.  

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